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Deutschland, peinlich Vaterland - für die Freiheit geschrieben

1989 - Wendezeit

Ich bin eine Hure*. Obwohl ich nie auf den Strich gegangen bin und rotes Licht nur als Synonymbezeichnung für politische Beschallung und Bestrahlung kenne aus vierzig Jahren DDR - Zeit.


Alle Tage sind gleich. Doch untätig bin ich nicht. Mit Vorliebe nehme ich auf: Kassetten, Eindrücke, Maschen, zusammengefegten Dreck, Kredite, Kontakte. Abnehmen müsste ich etwas. Doch von Konfektionsgröße fünfzig komme ich trotz Magerquark nicht runter. Auch wachse ich, scheinbar, wieder. Nicht, weil ich den Gürtel enger schnallen muss, sondern mir vorkomme wie ein Kind, hinein gestoßen in eine fremde Welt:

 

Soviel Staat um mich herum, soziale Hände, die mich greifen. Ich habe Angst, mich ihnen anzuvertrauen und dir, Deutschland du geteiltes, uneiniges, dreifaltiges.

 

Ob die Auferstehung etwas mit uns zu tun hat Deutschland, mit dir und mir?

 

ERICH HONECKER war kein Tyrann, oh nein! Er „liebte“ sein Land und die Meute der Leute und des STAATS-SICHERHEIT. So bin ich aus dem Land geraten, obwohl ich noch immer mittendrin bin. Ich wollte gehen, sollte aber bleiben.

 

Doch es gab auch Menschen die wollten, dass solche wie ich gehen.

Sage mir, was soll ich jetzt tun?

 

1990 - 1992

Ich bin eine Hure* wie du, Deutschland. Wir passen zusammen in unseren Grenzen, Maßen, Formen und dem Moralismus, diesem spießbürgerlichen Chauvinismus der Gesellschaft.

 

So leben wir nebeneinander, miteinander. Jeden Tag, jede Nacht. Ich passe ganz in dich hinein, Deutschland, du aus den Fugen geratenes Vaterland, Heimat meiner Mutter. Wir schlafen abwechselnd. So erleben wir beide eine, unsere gemeinsame Geschichte.

 

Sind wir Propheten?

 

Für was und für wen?

 

Alles Vorhersehbare hat sich bereits erfüllt. Auch die vierzigjährige DDR-Geschichte ist längst schon Literatur geworden. Doch wir warten jeden Tag weiter auf eine bessere Zukunft wie gläubige Christen auf den Erlöser.

 

HELMUT KOHL brachte unserem zweigeteilten Vaterland die EINHEIT. Er fügte dich und mich aneinander mit viel Spucke und der deutschen Mark.

 

Salomonisch sein Ausspruch:

 

„Mein Ziel bleibt, wenn die geschichtliche Stunde es zulässt, die Einheit der Nation.“ (19.12.1989, Dresden)

1993 - 1995

Das wirkt nach. Das passt auf uns beide: Wir sollen werden, wie eineiige Zwillinge sind.

 

So bin ich, Deutschland, Bestandteil deines Blutes, der Gesellschaft. Du bist die Gesellschaft, in der ich das Blut bin. Ich kann nirgendwo sein ohne dich und überall hin nur mit dir. Du bist mein Entre -Billet zum Tor der Welt, während ich deine Rückversicherung bin.

 

Ich bin eine Hure*, Deutschland. Aber ich gehe nicht auf deine Straßen mit dem roten Licht. Ich bin Hure* oder Holzbock, den du nährst an deinem Busen. Immer wieder gehe ich fremd im Geiste - hin zu neuen Ufern, Grenzen in Dimensionen, die es noch nicht gibt.

 

So leben wir nebeneinander, miteinander. Jeden Tag, jede Nacht. Ich passe ganz in dich hinein, Deutschland, du aus den Fugen geratenes Vaterland, Heimat meiner Mutter. Wir schlafen abwechselnd. So erleben wir beide eine, unsere gemeinsame Geschichte.

 

Ist das der Verrat?

 

Eröffnet freies Denken nicht Lebensräume?

Schlägt mich irgendwer ans Kreuz dafür, dass ich träume von einer Speisung zehntausendmal Zehntausender?

 

HITLER ließ vergasen, wen er nicht brauchte, wer sich vor den Seinen nicht entblößte so, wie er es wollte und die Juden. Er hasste sie alle und neidete dem Volk eine GRÖSSE, die er selbst nicht besaß.

 

In der Schule habe ich klug dahergeredet und nichts kapiert. Jetzt, wo ich begreife, will ich am liebsten nichts mehr davon wissen. So bin ich in guter Gesellschaft, Deutschland, bei dir und mit all denen, die heute so gern die Augen und Ohren verschließen wie die Affen, als äußeres Zeichen, das sie nicht wissen, worauf es ankommt.

 

Geburtsstätte allen Schmerzes ist unsere Geschichte ... ©skb2013

 


*HURE - das Fremdgehen (im Geiste) sowie Anlehnung an „Hure Babylon“ (nachzuschlagen z.B. im Internet unter www.wikipedia.org)

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